
Das Grundwasser bei uns ist in vielen Fällen zu stark mit Nitrat belastet. Das zeigen neue Untersuchungen des VSR-Gewässerschutzes.
Die Gewässerexperten hatten im Juni Brunnenwasserproben von Privatpersonen aus Espelkamp und Umgebung untersucht. In 46 davon wurden die Nitrat-Grenzwerte von 50 Milligramm pro Liter teils deutlich überschritten. Eine besonders hohe Nitratbelastung wurde in einer Probe aus Lübbecke nachgewiesen – sie lag bei 130 Milligramm pro Liter.
Um die Nitratwerte im Grundwasser zu verringern, fordern die Gewässerschützer eine nachhaltigere Landwirtschaft. Denn: Eine Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung. Neben Mineraldünger werden Gülle aus Mastställen oder Biogasanlagen auf den Feldern ausgebracht. Der Anteil, den die Pflanzen nicht verbrauchen und der im Boden nicht durch Denitrifikation abgebaut wird, gelangt als Nitrat in das Grundwasser, heißt es vom Umweltbundesamt.